Weihrauch bei Multipler Sklerose?


Studie zeigt heilende Wirkung
Weihrauch bei Multipler Sklerose?

Bereits die alten Ägypter sahen in Weihrauch ein bedeutendes Heilmittel. Nun zeigten Forscher, dass sich das Gummiharz zur Therapie der Multiplen Sklerose eignen könnte.

Weihrauch wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, weshalb er sich etwa zur Behandlung einer rheumatoiden Arthritis oder der Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eignet. Aufgrund fehlender Zulassungsstudien sind Weihrauch-Präparate hierzulande allerdings nicht als Arzneimittel erhältlich. Das könnte sich in Zukunft ändern: Ein norddeutsches Forscherteam hat nun vielversprechende Ergebnisse vorgelegt zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) mit Weihrauch.

Entzündungsaktivität nimmt durch Weihrauch ab

Unter Leitung der Kieler Neurologin Dr. Klarissa Stürner nahmen 28 MS-Patienten mit frühem Krankheitsstadium über acht Monate hinweg dreimal täglich Kapseln mit Weihrauchextrakt ein. MRT-Untersuchungen der Patienten zeigten: Die Entzündungsaktivität der Multiplen Sklerose hatte im Laufe der Behandlung deutlich abgenommen.

Weihrauch bei leichteren MS-Fällen eine Behandlungsoption?

Zwar befinde sich die Studie noch in einer frühen Phase, dennoch hätten die Ergebnisse die Erwartungen bereits jetzt übertroffen, erklärt Stürner. Da die Weihrauch-Therapie vergleichsweise geringe Nebenwirkungen aufweist, ist sie insbesondere bei leichteren MS-Fällen eine mögliche Behandlungsoption. MS-Patienten raten die Forscher jedoch ausdrücklich davon ab, eigenständig frei erhältliche Weihrauch-Präparate einzunehmen.

Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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